
Überblick des Museums
Früher eine Wasserburg, heute ein Schatzhaus der Geschichte: Das Landesmuseum Württemberg im Alten Schloss ist voller Historie und liegt direkt am Schillerplatz neben dem Schlossplatz in der Mitte Stuttgarts. Es ist der perfekte Ort, um mit der Familie oder auf eigene Faust in die Vergangenheit einzutauchen und die Kunst, Schätze und Raritäten zu bestaunen. Die Dauerausstellung „LegendäreMeisterWerke“ ist auf jeden Fall einen Besuch wert, aber es werden auch öfter Sonderausstellungen präsentiert, die Datierung dieser können Sie ganz leicht auf der Museums Webseite nachlesen. Für Kinderspaß ist auch vorgesorgt mit dem internen Kindermuseum das „Junge Schloss“ im 3. OG des Schlosses. In diesem Beitrag geben wir Ihnen einen ersten Einblick in das Museum und seine Entstehung.

Gründungsgeschichte
Gegründet wurde das Museum im Jahr 1862 von Wilhelm I., König von Württemberg. Doch der Ursprung des Ortes ist bis heute ein Rätsel. Während Legenden besagen, dass Herzog Liudolf von Schwaben hier bereits um 950 n. Chr. eine Wasserburg zum Schutz seines Gestüts – des berühmten „Stutengartens“ – errichtete, lassen sich die ersten steinernen Bauten archäologisch erst um 1200 nachweisen. Sicher ist: Im 14. Jahrhundert entstand der Dürnitzbau (=beheizte Räume Mittelalter), der bis heute zu sehen ist.

Von der Burg zum Schloss
Ihren Glanz erhielt die Anlage jedoch erst im 16. Jahrhundert. Herzog Christoph verwandelte die Burg im damals modernen Renaissancestil in ein Residenzschloss. Er legte damit den Grundstein für die herzogliche Kunstkammer, in der alles gesammelt wurde, was selten, kostbar und außergewöhnlich war. Viele dieser Exponate waren Mitbringsel von weiten Reisen oder wertvolle diplomatische Geschenke und sind heute noch in der Kunstkammer auffindbar.

Bezug auf die Gegenwart
Heute umfasst die Kunstkammer weit mehr als nur lokale Geschichte. Die Sammlung reicht von altdeutschen Exponaten bis hin zu antiken Fundstücken aus Rom und Griechenland. Zu den zentralen Ausstellungsstücken gehören die württembergischen Kronjuwelen sowie das Löwenköpfchen aus der Eiszeit – eines der ältesten archäologischen Fundstücke. Damit bietet das Museum einen Überblick über die kulturelle Entwicklung der Region.
